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40 m breit und

Mittwoch, 08 August 2018 10:41

ca. 7.000 m lang! So kann man sich die Schneise für die geplante 110-KV Freileitung vorstellen, die das Waldgebiet Schallenberg und Brunnwald in Zukunft durchkreuzen könnte. Ein gravierender Eingriff in ein naturnahes Landschaftsbild, für das unser schönes Mühlviertel weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Um diesen besonderen Natur- und Kulturraum ...

zu erhalten, fordert die „Interessengemeinschaft Landschaftsschutz Mühlviertel“ auch eine innovative Gesamtlösung auf Basis einer Erdverkabelung. Um die Dimension eines 40 m Freileitungsstreifens zu demonstrieren, trafen sich vorige Woche Vertreter betroffenen Gemeinden und Dörfer zu einem Fototermin – und zwar an jener Stelle, wo eine Trassenvariante geplant ist. Der Standpunkt der sehr aktiven Interessengemeinschaft „Landschaftsschutz Mühlviertel“ ist klar definiert - JA zum Strom, den jeder einzelne von uns benötigt, aber ein klares NEIN zur Freileitung. Ein Erdkabel entspricht dem heutigen Stand der Technik und wäre die beste Lösung, wie es uns bereits unsere bayerischen Nachbarn eindrucksvoll vormachen. Dennoch wird es von den Energieträgern immer noch anders dargestellt.

Massiver Waldeingriff birgt Gefahr

Nicht nur das Landschaftsbild allgemein würde unter dieser Schneise leiden, sondern auch der jahrzehntelang, herangewachsene Baumbestand müsste aufgrund der veralteten Technologie weichen. Zusätzlich würden noch viele bäuerliche Waldbesitze restlos zerstückelt werden. Und all das in Zeiten, wo Wälder ohnehin extremen Wetterbedingungen und Käferdruck ausgesetzt sind.

Auch die Wasservorräte der Einheimischen wären in Gefahr, wenn eine derartige Schwächung des Waldes vorgenommen würde.

Erdkabel, eine schonende, naturverträgliche Variante

Sollte das Erdkabel auch diverse Waldgebiete kreuzen, würde der Servitutstreifen nur 10 % gegenüber der Freileitung beanspruchen – für ein Erdkabel würde demnach ein 4 Meter Streifen ausreichen. Die gesamte Bautrasse hätte somit eine Breite von nur 6 Meter und könnte auf bestehenden oder neuen Forsttrassen geschehen.

Diskriminierung gegenüber der Stadt schmerzt

Im städtischen Bereich sind Erdkabel aufgrund der strukturellen Gegebenheiten seit langem im Einsatz. Wir wollen einfach eine Gleichstellung mit der Bevölkerung in den Ballungsräumen, um unser Zuhause auch weiterhin als Erholungszone für uns selbst und für Besucher nutzen zu können.

Übrigens: diese Woche wurde in den Oö Nachrichten ein Bericht veröffentlicht, dass Deutschland das zuverlässigste Netz hat. Nicht zu Letzt aufgrund der zahlreichen, verlegten Erdkabeln, die im Bezug auf Sturm, Eisbehang sowie Unfällen bei Forst- und Bauarbeiten wesentlich sicherer sind.

Viele Personen unterstützen bereits die Interessensgemeinschaft und zeigen sich mit Unterschriften (Online-Petition) solidarisch für ein Erdkabel – und täglich werden es mehr. Unterstützung gibt es auch seitens einiger Gemeinden wie Ahorn, Helfenberg, St. Peter am Wimberg oder von Arbeitsgruppen aus Waldschlag, Hirschbach oder Schenkenfelden. Hier wurden bereits Resolutionen gegen die 110kv-Freileitung gefasst. Auch regionale Gastronomen aus der Region geben Rückhalt und Zustimmung. Nähere Infos zur IG Landschaftsschutz Mühlviertel und zum Projekt 110kv-Freileitung gibt es auf der Homepage www.muehlviertel110kv.at

 

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