header

   raika       kraeuterwirt       land ooe

raika  kraeuterwirt  land ooe

Uhr

jank

Der Sachwalter wird abgeschafft, am 1. Juli 2018 kommt der Erwachsenenvertreter. Mit dem neuen Erwachsenenschutzgesetz soll das Sachwalterrecht modernisiert werden und die Autonomie und Selbstbestimmung des Betroffenen gestärkt werden. Anstelle der Bevormundung soll die Unterstützung und Entscheidungshilfe für die Betroffenen in den Mittelpunkt rücken.

Auch die hohe Anzahl an Sachwalterschaften die derzeit von einzelnen Rechtsanwälten ausgeübt werden, sollen grundsätzlich auf 15 begrenzt werden. Das neue Erwachsenenschutzgesetz schränkt die Handlungsfähigkeit nicht mehr pauschal ein, sondern sieht vier Säulen der Vertretung vor. Die Säulen sind davon abhängig, in welchem Ausmaß ein Mensch Unterstützung benötigt.

Die erste Säule besteht in einer bereits jetzt existierenden Vorsorgevollmacht. Diese Form der Vorsorge wird gestärkt und ausgebaut.

Die zweite Säule stellt der neu eingeführte gewählte Erwachsenenvertreter dar. Dieser kann von einem Betroffenen auch dann bestimmt werden, wenn er nicht mehr voll handlungsfähig ist. Es reicht, wenn er die Tragweite der Bevollmächtigung in Grundzügen erkennen kann. Als Erwachsenenvertreter kann ein Angehöriger oder ein Freund fungieren.

Die dritte Säule ist die gesetzliche Erwachsenenvertretung. Diese gibt es derzeit in sehr eingeschränkter Form als Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger, die Möglichkeiten der Vertretung werden umfangreich ausgebaut. Künftig ist die Registrierung im ÖZVV Voraussetzung für die Wirksamkeit der Vertretung. Angehörige des Betroffenen haben mehr Befugnisse als bisher, unterliegen allerdings der Kontrolle durch das zuständige Bezirksgericht

Die vierte Säule ist die gerichtliche Erwachsenenvertretung, welche die bisherige Sachwalterschaft ablösen wird. Im Gegensatz zu den derzeitigen Bestimmungen sind die Befugnisse der Erwachsenenvertreter auf einzelne wichtige Vertretungshandlungen beschränkt, die Erwachsenenvertretung besteht maximal drei Jahre und kann verlängert werden. Verpflichtend bei der Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters wird ein sogenanntes Clearing durch einen Erwachsenenschutzverein, der den Sachwalterverein ersetzt und mehr Beratungsfunktion erhält.

TIPP: Sorgen Sie unbedingt mit einer Vorsorgevollmacht vor.

Eine Vorsorgevollmacht ist wichtig wie ein Testament. Im Testament regelt man was NACH dem Tod geschieht, in der Vorsorgevollmacht regelt man, wie das eigene Vermögen für einen selbst verwendet wird, wenn man nicht mehr entscheidungsfähig ist.

Nachfragen oder Anfragen für Vorträge:

Mag. Friedrich Jank, Öffentlicher Notar

Notariat Bad Leonfelden, Hauptplatz 2, 4190 Bad Leonfelden

Telefon: 07213/6228; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

raika