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Tag der Freiwilligkeit

Donnerstag, 05 Dezember 2019 09:48

5. Dezember: Vier von zehn Oberösterreichern engagieren sich für das Wohl der Gesellschaft. Günter Kogler und Otmar Zinsmeister aus Urfahr-Umgebung sind zwei davon. Mit Notfallrucksack, roter Jacke und einem zufriedenen Lächeln stehen Günther Kogler (30) und Othmar Zinsmeister (55) beim Rettungsauto an der Ortsstelle Gallneukirchen. Beide starten in den Nachtdienst. Ihr freiwilliges Engagement ...

und der verbindende Rotkreuz-Gedanke machte sie zu guten Freunden, die auch in ihrer Freizeit viel gemeinsam unternehmen. „Othmar war einer meiner ersten Ansprechpartner", erzählt Kogler, der sich seit zehn Jahren freiwillig im OÖ. Roten Kreuz engagiert. Begonnen hat der Servicetechniker als Zivildiener, nun ist er stellvertretender Ortsstellenleiter. „Mit meinem Engagement will ich einen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Einmal die Woche, meistens am Donnerstag mache ich Dienst", sagt Zinsmeister, der mit 25 Jahren als Freiwilliger im OÖ. Roten Kreuz als routinierter „Fixstern" der Dienststelle Gallneukirchen gilt. Er ist Unternehmer und vertreibt Brandschutz-Artikel. Der freiwillige Rettungsdienst ist für ihn auch ein Ausgleich zu seinem Beruf. Neben ihrem Engagement für eine sorgende Gesellschaft teilen Günther und Othmar auch viele private Interessen. „Wir sind zu guten Freunden geworden", freut sich Kogler, der nicht nur Othmar beim OÖ. Roten Kreuz kennenlernte. Auch seine Frau Julia engagiert sich freiwillig an der Ortsstelle. Vor zwei Jahren heirateten beide, in wenigen Monaten erwarten sie ihr erstes Kind.

Das bunte Bild der Freiwilligkeit in Oberösterreich: Rund 600.000 Oberösterreicher sind in Sportvereinen, Musikkapellen, Gemeinden, Feuerwehren oder Organisationen wie dem Roten Kreuz aktiv. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag für eine sichere und lebenswerte Gesellschaft. Am Tag der Freiwilligkeit fordert das OÖ. Rote Kreuz erneut, den Stellenwert und die gesellschaftliche Wertschätzung für freiwilliges Engagement weiter zu stärken. „Etliche bereits gewohnte Leistungen bzw. Angebote wären ohne freiwilliges Engagement nicht verfügbar. Seien es die Angebote in vielen Vereinen, Jungscharstunden, karitative Betreuungsstellen – vieles kann nur in Anspruch genommen werden, weil sich Menschen aus Idealismus einer Sache annehmen", erklärt Dr. Walter Aichinger. Das OÖ. Rote Kreuz ist mit mehr als 22.000 freiwilligen Mitarbeitern die größte humanitäre Freiwilligenorganisation im Bundesland. Ein Großteil der Freiwilligen engagiert sich im Rettungsdienst. „Das Essen auf Rädern, die Rotkreuz-Märkte, der Besuchsdienst oder auch die ALPHA-Leseförderung an den Schulen sind Leistungen, die ausschließlich von Freiwilligen erbracht werden", erklärt Aichinger. Generell gelte es, Stellenwert und Wertschätzung des freiwilligen Engagements in der Gesellschaft weiter zu stärken.
„Auch die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freiwilligkeit muss noch besser gelingen", fordert Aichinger. „Darüber hinaus braucht es die Anrechnung der Leistungen Freiwilliger an Hochschulen – etwa in Form von ECTS-Punkten für freie Lehrveranstaltungen wie an der Uni Linz – oder die Wertschätzung von Freiwilligem Engagement in allen Lebenslagen. Zum Beispiel bei Job-Bewerbungen."

Foto: Die freiwilligen Rettungsdienst-Mitarbeiter Günther Kogler (l.) und Othmar Zinsmeister bei den Vorbereitungen für den anstehenden Nachtdienst.

Weitere Informationen

  • Fotos: OÖRK Gallneukirchen/Matthias Schaffer
  • Bericht: OÖRK, Christian Hartl
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