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Morde im Mühlviertel

Dienstag, 15 September 2020 21:28

Ein erwürgter Landwirt liegt im Misthaufen. Ein Spaziergänger findet einen von Hunden zu Tode gehetzten Journalisten am Grenzübergang Guglwald und die neuerdings verschwundene Nichte des Innenministers führt zu Ermittlungen am Granit-Pilgerweg. So wild spielt sich das Leben im Mühlviertel ab. Zumindest, wenn...

es nach den Romanen von Hobbyautor Christian Hartl aus St. Johann geht. Seit 2017 geht er mit Bezirksinspektor Gerhard Grinninger auf Mörderjagd zwischen Heiligenmarterln, volkstümlichen Frühschoppen und zwielichtigen Dorfwirtshäusern. Ist das Mühlviertel eine Insel der Seligen? Nein! Mord und Totschlag sind allgegenwärtig - die Polizei steht im Dauereinsatz, um Mörder, Gauner und zwielichtige Gestalten dingfest zu machen. Das könnte man meinen, wenn man das glaubt, was in den Romanen von Hobbyautor Christian Hartl steht. Warum er nach „Mord im Mühlviertel“, „Der Springende Punkt“ und seinem neuen Buch „Mühlviertler Schmankerl“ nicht müde wird, die kriminellen Energien in der Region sprühen zu lassen, hat er der „was-tuat-si.at“-Redaktion verraten.
Wie bist du auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben?
Vor einigen Jahren fuhr ich von einer kleinen Radtour nach Hause. Als ich mich mit meinem Mountainbike über einen längeren Anstieg in Richtung St. Peter quälte, bemerkte ich einen Bauernhof mit einem riesigen Misthaufen davor. Endlich dort angekommen, stieg ich erschöpft vom Fahrrad ab, nahm einen Zug Wasser von meiner Trinkflasche und starrte gedankenverloren in diesen riesigen Haufen. Als ich so dahin sinnierte, kam mir ein folgenschwerer Gedanke: Eine hier versteckte Leiche findet keiner so schnell. Diese Idee verfolgte mich, bis ich entschloss, meinen ersten Krimi zu schreiben.
Warum hast du das Mühlviertel als Schauplatz gewählt?
Ganz einfach. Weil ich seit meiner Geburt hier lebe, die Menschen, ihre Probleme kenne und mich hier wohl fühle. Der Schmäh, die Selbstironie aber auch die Nachdenklichkeit, Sturheit und Eigenheit der Bewohner spielen in meinen Büchern eine große Rolle. Humor, Menschlichkeit aber auch Probleme nehmen in meinen Büchern einen großen Stellenwert ein. Der Krimi ist eine super Möglichkeit, mich mit Menschen und Region zu beschäftigen. Das will ich übrigens auch in meinen Fotos ausdrücken, die wir und zu 100 Prozent in der Region machen.
Wird es eine weitere Fortsetzung geben?
Das kommt ganz drauf an, ob Bezirksinspektor Grinninger den aktuellen Fall überleben wird. Mehr kann ich noch nicht verraten. Normalerweise veranstaltest du immer wieder Lesungen und Buchvorstellungen mit Live Musik? Ist in nächster Zukunft was geplant? Die derzeitige Lage macht es etwas schwierig. Ich wäre aber froh, wenn sich etwas auftut. Den Grinninger live zu erleben ist schon ein ganz besonderes Erlebnis. Aber: mein neues Buch erscheint noch in dieser Woche und das ist garantiert virenfrei. Der Titel „Mühlviertler Schmankerl“ sagt auch, dass es sich um bekömmlichen Lesestoff handelt.

Weitere Informationen

  • Fotos: Thomas Keplinger
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