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Volldigitales...

Montag, 15 Februar 2021 17:39

Feuerwehrhaus. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Traun hat als erste Einsatzorganisation Österreichs den Sprung in die Digitalisierung gewagt und gerade in so herausfordernden Zeiten wie diesen eine Möglichkeit geschaffen, auch einen digitalen Feuerwehrbetrieb zu ermöglichen. Das erste nahezu volldigitale...

Einsatzzentrum Österreichs ist nun 24 Stunden täglich besuchbar – direkt vom Smartphone aus oder auch gemütlich aus dem Wohnzimmer via Notebook oder PC. In Kooperation mit der Firma Visual Solution OG, Geschäftsführer Sascha Reischl & Peter Ruf, hat die Feuerwehr Traun das nun für jedermann zugänglich unter www.feuerwehr-traun.at verwirklicht. Mithilfe eines speziellen 360° Systems von Matterport wurde das 2016 neu eröffnete Trauner Einsatzzentrum digitalisiert und kann nun virtuell besucht werden, per Mausklick oder Fingertipp bewegt man sich frei im kompletten Gebäude. Mit Hilfe sogenannter „Tags“ können während des Rundgangs hilfreiche Zusatzinformationen abgerufen werden. Eine Revolution für das gesamte Feuerwehrwesen. Speziell seit der Corona-Pandemie und oftmaligen Einschränkungen im Ausbildungsbetrieb im Feuerwehrwesen zeigt sich die vermehrte Notwendigkeit virtueller Ausbildungsmöglichkeiten für das „Feuerwehr-Homeoffice“. Hier muss ein guter Mittelweg aus persönlichen Kontakten vor Ort mit Abstand und virtueller Wissensvermittlung geschaffen werden. Einerseits bietet sich vor allem die Möglichkeit, dass die eigenen Feuerwehrmitglieder zum Üben zu jeder Zeit digital im Feuerwehrhaus „vorbeischauen“ und die Fahrzeuge virtuell erkunden. Wenn man sich vorstellt, dass die 20 Trauner Einsatzfahrzeuge eine schier unendliche Vielzahl von Geräten und Spezialausrüstungen mitführen, die bei jedem Einsatz blitzschnell aufgefunden werden müssen, bietet sich hier auch eine tolle Ergänzung, um das Wissen über die Fahrzeuge und deren Ausrüstung immer wieder aufzufrischen, ganz speziell auch für neue Kameradinnen und Kameraden im Team. Andererseits will die Trauner Feuerwehr mit der 3D-Tour auch den vielen Feuerwehrbegeisterten und Interessierten die Perspektive aus Sicht der Einsatzmannschaft bieten. Wer wollte nicht schon mal als Kind in einer großen Einsatzzentrale sitzen, einen Bezirks-Katastrophenstab oder den Schlauchturm begehen oder einfach nur zwischen den beeindruckenden Einsatzfahrzeugen herumschlendern bzw. auch auf und in die Fahrzeuge klettern. Aber auch die Trauner Stadtbevölkerung soll transparent und klar sehen, was mit ihren Steuer- und auch Spendengeldern passiert, wie sorgfältig und zielgerichtet die Feuerwehr und das Einsatzzentrum funktionieren. So ist etwa auch der in Traun beheimatete Bezirks-Katastrophenstab im Einsatzzentrum für die Aufnahmen eingerichtet worden, um auch diese essentielle Säule der Trauner Feuerwehr aufzuzeigen. Florian Kollmann, für die Öffentlichkeitsarbeit in der Feuerwehr zuständig, meint: „Speziell im Bereich der Mitgliedergewinnung könnte und wird sich hier hoffentlich ein enormer Mehrgewinn auftun. Vielmals herrscht beim ersten Kontakt von Interessierten zur Feuerwehr eine gewisse Scheu, hier kann der virtuelle Vorab-Besuch sicherlich das Eis brechen und ein Interesse an der Feuerwehr weiter verstärken. Vor allem die junge Generation wird hier angesprochen, auch Schulen sollen in Corona-Zeiten sehr von der 3D-Tour profitieren.“

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